Verlauf der Therapie

Verlauf der Therapie

 

Nach Bewilligung der Therapie setzt sich ein Mitarbeiter mit dem Klienten, bzw. dem gesetzlichen Vertreter in Verbindung und vereinbart einen Termin für eine erste Therapiesitzung. Bei diesem Termin werden organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen für die Therapie erörtert und festgelegt. Die Anamnese wird durch ein Gespräch über die aktuelle Situation vervollständigt. Des Weiteren werden vorrangige Therapieziele und Methoden (autismusspezifische Verhaltenstherapie, TEACCH, PECS, Training sozialer Fertigkeiten) besprochen und der Klient, bzw. sein Vertreter über folgende Eckpunkte der Therapie informiert:

Basis der therapeutischen Arbeit ist eine tragfähige Therapeut-Klient-Beziehung. Das Setting umfasst von Beginn an ein forderndes aber auch zu bewältigendes Verhältnis von beanspruchenden und motivierenden Phasen und Inhalten. Sowohl das Vermitteln von Regeln und Grenzen, als auch das Aufgreifen von Ressourcen und Interessen des Klienten sind fester Bestandteil unserer Arbeit.

Nach einer mehrwöchigen Phase des Beziehungsaufbaus und der Förderdiagnostik wird ein individueller Förderplan erarbeitet, der die zuvor beschriebenen Förderbereiche (siehe "Unser Angebot für Menschen mit Autismus") umfasst. Neben der Einzelförderung findet eine intensive Beratung im häuslichen und institutionellen Umfeld statt.

Ein prozessorientiertes Arbeiten bedingt eine laufende interne Erfolgskontrolle und gegebenenfalls eine Anpassung der therapeutischen Vorgehensweise. Der Therapieverlauf wird anhand ausführlicher Entwicklungsberichte, sowohl für die Klienten bzw. ihre Vertreter, als auch für die Kostenträger transparent gehalten.

Autismus gehört zu den schwersten psychischen Störungen des Kindesalters, dessen Symptome ebenso das Jugend- und Erwachsenenalter betreffen. Deshalb sind therapeutische Interventionen in der Regel über mehrere Jahre notwendig.

Rechtzeitig vor Ablauf des jeweiligen Bewilligungszeitraums erfolgen ausführliche Beratungsgespräche bzgl. des Umfangs, der Umsetzbarkeit und der Notwendigkeit weiterer therapeutischer Maßnahmen. Nach Beendigung der regelmäßigen autismusspezifischen Einzelförderung ist eine therapeutische Nachsorge oftmals angezeigt. Um diese zu gewährleisten, unterstützen wir bei der Beantragung eines Stundenkontingents für Beratungsgespräche und zur Krisenintervention.